Schnelles Frühstück: Paleo Granola Bars mit Kastanie

Leckere Paloe-Müsliriegel ohne Getreide und Gluten, vegan

Süßes Frühstück ist nicht mein Ding. Zumindest nicht mehr. Früher dachte ich, ein Morgen ohne Schoko-Müsli sei möglich, aber sinnlos. Heute weiß ich: Es ist zwar nicht schön (die ersten Tage zumindest…), aber absolut möglich, und in meinem Fall deutlich gesünder. Nun esse ich morgens Spiegeleier. Ich habe mich daran gewöhnt und vermisse nichts. Ehrlich. Nur manchmal…

…wenn Brunch-Gäste kommen oder wir einen gemütlichen, faulen Sonntag verbringen, möchte ich auch mal etwas anderes essen als mein  Alltagsfrühstück. Und das darf dann ausnahmsweise auch eine Spur süßer ausfallen. Für solche Tage steht meistens ein Glas selbstgemachtes Paleo-Schoko-Granola im Küchenschrank, das ich auf Kokosjoghurt und etwas Obst krümele.

Für das Blogevent „What’s for breakfast? Müsli!“ wollte ich eigentlich mein Paleo-Schoko-Granola zubereiten. Und schwenkte spontan um: Warum nicht lieber etwas Neues ausprobieren? Und Müsliriegel stehen schon ewig auf meiner „Muss ich unbedingt mal machen“-Liste. Also: Wann, wenn nicht jetzt… Zum Blogevent lädt dieses Mal die liebe Maja von Moey’s Kitchen ein, die unter dem gleichen Titel ein sehr schönes Buch veröffentlicht hat. (Unnützes Wissen: Die Fotos aus Majas Buch stammen von Maria Brinkop, die auch die Bilder für mein Buch fotografiert hat.)

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Meine Müsliriegel eignen sich für ein schnelles Frühstück zu Hause oder auf dem Weg zur Arbeit, aber natürlich auch als kleines Dessert oder Snack am Nachmittag. Konkreter Anwendungsfall: Man hat keine Lust, sich bei gefühlten Minusgraden auf dem Spielplatz die Füße abzufrieren und fährt stattdessen mit den Kindern ins örtliche Spaßbad. Und weil man weiß, dass ein Wutanfall droht, wenn das eigene Kind ein anderes mit einem „Ed von Schleck“ aus der Snackbar erspäht, selbst aber keins bekommt (böse Mama!), packt man etwas extra Leckeres in die Kühltasche: Paleo-Müsliriegel mit Kastanie, Kirsche und Kakao zum Beispiel.

Da ja Getreide nach Paleo-Regeln wegfällt und ich versuche, Nüsse wegen des ungünstigen Verhältnisses von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren eher sparsam zu verwenden, habe ich als Basis für die Riegel Kastanienflocken gewählt. Die habe ich schon öfter im Bioladen gesehen und mir jedes Mal vorgenommen, sie eines Tages mitzunehmen. Und ich kann nur sagen: Für mich sind sie eine Entdeckung und ich werde noch mehr Rezepte damit ausprobieren.

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Für meine Paleo Granola Bars schwebte mir eine Mischung aus Kastanien, getrockneten Kirschen und Kakao vor. Mein Gefühl sagte, das würde gut zusammenpassen, und ich habe mich nicht geirrt… die Riegel waren sensationell. Kastanienflocken schmecken überraschend süß, und dabei viel weniger erdig als Kastanienmehl. Eine frische, säuerliche Note steuern die getrockneten Kirschen bei, und der Kakao verleiht dem Ganzen fast schon etwas kuchenhaftes. Ich hätte kein Problem gehabt, die Riegel in der hintersten Ecke des Kühlschranks zu verstecken und heimlich alleine wegzufuttern. Aber nein: Mann und Kinder durften natürlich mitessen, und waren begeistert, sogar mein wählerischer Zweijähriger.

Hand auf’s Herz: Die Zutaten kosten. Vor allem die Kastanienflocken. Aber als besondere Leckerei, die man Bissen für Bissen genießt, sind sie mir den Preis wert, zumal ich mir solche Süßigkeiten eher selten gönne.

Zutaten Granola Bras

Blog-Event CXVII - Whats for breakfast? Müsli! (Einsendeschluss 15. März 2016)

 

Paleo Granola Bars mit Kastanie, Kirsche und Kakao

Zubereitung: ca. 20 Minuten

Kühlzeit: mindestens 1 Stunde

Zutaten:

30 g Kokosöl (oder Ghee)

40 g Kokosraspeln

50 g Mandelblättchen

130 g Kastanienflocken

20 g Erdmandelblättchen

30 g ungesüßtes Kakaopulver

60 g getrocknete Sauerkirschen ohne Zuckerzusatz

60 g Soft-Datteln (ca. 7 Stück)

20 g Chiasamen

100 g Mandelmus

1 EL Honig

1 gute Prise Salz

20-30 g Shokolade (optional)

So geht’s:

  1. Kokosöl-Glas ca. 10 Minuten in ein warmes Wasserbad stellen.
  2. Kokosraspeln und Mandelblättchen nacheinander in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und abkühlen lassen.
  3. Kokosraspeln, Mandelblättchen, Kastanienflocken, Erdmandelblättchen und Kakao mischen.
  4. Sauerkirschen und Datteln mit einem Messer oder im Mixer fein hacken.
  5. Gehackte Sauerkirschen und Datteln, flüssiges Kokosöl, Chiasamen, Mandelmus, Honig und Salz verrühren.
  6. Trockene Flockenmischung und Mandelmusmischung mit Hilfe eines Kochlöffels oder im Mixer zu einem homogenen Teig mischen.
  7. Nach Belieben 20-30 g gehackte Schokolade unterrühren.
  8. Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform geben. Mit den Händen glatt drücken und die Ganola Bars im Kühlschrank mindestens eine Stunde kaltstellen.
  9. Granola Bars mit einem scharfen Messer portionieren. Eine luftdicht schließende Dose mit Backpapier auslegen und Riegel darin stapeln (Lagen durch Backpapier trennen). Dose luftdicht verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Die Riegel halten mindestens 5 Tage (so lang hat es gedauert, bis unsere Dose leer war).

Tipps und Tricks:

  1. Der Esslöffel Honig wirkt im Teig als „Kleister“, damit die Riegel nicht zerfallen. Geschmacklich ist er nicht nötig, finde ich. Probiere den Teig und süße nach Deinem Geschmack, falls Dir 1 EL Honig nicht reicht.
  2. Die Riegel müssen im Kühlschrank lagern, sonst werden sie zu weich und zerfallen beim Essen. Lecker sind sie aber trotzdem 😉
  3. Falls Du keine Kastanienflocken kaufen willst und/oder Dich für Paleo nicht interessierst, kannst Du das Rezept trotzdem ausprobieren: Einfach die Kastanienflocken durch (glutenfreie) Haferflocken oder Reisflocken ersetzen. Trotzdem möchte ich empfehlen, Dich einmal auf die Kastanienflocken einzulassen: sie sind wirklich lecker!
  4. Falls Du keine Kastanienflocken kaufen willst und die Riegel aber paleo-konform getreidefrei bleiben sollen, kannst Du die Kastanienflocken durch eine Mischung aus Mandeln, Cashews und Sonnenblumenkernen ersetzen. Trotzdem: Siehe den letzten Satz von Punkt 3 🙂
  5. Die Erdmandelblättchen kannst Du durch Haselnussblättchen oder mehr Mandelblättchen ersetzen.
  6. Du bist allergisch gegen Nüsse? Dann tausche das Mandelmus gegen Kokos- oder Sonnenblumenkernmus. Falls Du nicht allergisch bist, aber kein Mandelmus zu Hause hast, lässt es sich z. B. durch Cashew- oder Haselnussmus ersetzen. Nicht-Paleo-Esser können auch Erdnussmus verwenden.
  7. Wenn Du das Kokosöl durch Ghee ersetzst, bekommen die Riegel eine zarte Butterkaramellnote.
  8. Für vegane Riegel den Honig durch Ahornsirup ersetzen.
  9. Leckere Variationen:
    • Eine Prise Orangenabrieb zugeben.
    • Einen halben TL gemahlenes Espressopulver unter den Teig mischen (oder mehr nach Geschmack).
    • 20-30 g gehackte Pistazien untermischen.
    • 20 g gehackte Schokolade schmelzen und die Riegel damit dekorieren.

Riegel

 

 

3 comments

  1. Klingt superlecker und sieht auch dementsprechend aus.
    Müsli-Riegel stehen auch schon länger auf meiner To-Do-Liste, daher danke für das Rezept 🙂
    Kastanienflocken habe ich noch nirgends gesehen (unser kleines Reformhaus hat aber auch irgendwie eine richtig schlechte Auswahl – ein Punkt mehr, der Düren doof macht…), da muss ich mich vielleicht mal im Internet umsehen.

    1. Danke für Deine lieben Worte, Dany 🙂 . Vielleicht tröstet es Dich ja, dass es die Kastanienflocken hier in Hamburg auch nicht überall gibt 😉 Ich hab meine bei http://www.nu3.de bestellt, da waren sie am günstigsten. Liebe Grüße, Karine

      1. Mist, ich hab vorgestern bei nu3 noch bestellt 😀 Aber danke dir für den Tipp, dann kann ich bei der nächsten Bestellung dran denken 🙂

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