Zum Muttertag: Göttlicher Schokoladenkuchen

Schokoladenkuchen ohne Gluten, Milch, Soja, raffinierten Zucker

Ich weiß schon, was ich mir zum Muttertag wünsche: Eine Stunde Zeit, um mir selbst den schokoladigsten, aromatischsten, saftigsten und natürlich leckersten Schokoladenkuchen der Welt zu backen. Und wenn er frisch mit karamellisierten Nüssen verziert auf dem Esstisch landet, möchte ich Euch Mamas einladen, ein Stück mitzuessen.

Denn meine lieben Mit-Mütter… heute ist unser Tag. Halten wir einen Moment inne und uns vor Augen: Wir leisten Großartiges, jeden Tag von vorne. (Ja, auch Väter, Großeltern, Tanken, Onkel und Erzieher tun das… aber heute ist nun mal Mutter-Tag  😉 ) Ich zweifle so oft an mir, frage mich, ob und was ich besser machen kann, damit meine Kinder zu gesunden, selbstbewussten, lebenstüchtigen, höflichen, durchsetzungsfähigen (…) Erwachsenen reifen. Ich versuche, die richtige Balance zu finden zwischen Machenlassen und „Ich mach das schnell“, zwischen Unter- und Überfordern, zwischen Geduld und Kameltreiberei, zwischen Laisser-Faire und Helikoptern.

Schokokuchen Stücke

Ich habe den ganzen Tag ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein schluchzendes Kind in der Kita abgebe, und ich vermisse beide, wenn ich abends noch bei der Arbeit sitze, während sie schon ihre Gute-Nacht-Geschichte hören. Ich freue mir einen Keks, wenn sie sich über ihr Lieblingsessen freuen, feiere jedes Wochenende Puppis und Hundis Geburtstag, lobe Krikel-Krakel-Zeichnungen, feuere beim Über-sich-hinauswachsen an, kuschle in den Schlaf, reiche nachts Milchflaschen und puste alle Auas weg. Ich habe gelernt Anna- und Elsa-Frisuren zu flechten, Playmobil-Autos zu reparieren und Krisen-Intervention, -Deeskalation und -Management zu betreiben, wenn die Welt zusammenbricht, weil morgens der Eichhörnchen-Pulli in der Schmutzwäsche liegt, oder das Überraschungsei im Supermarkt bleiben muss.

Stückneu

Schon klar: Der Muttertag ist nur eine Erfindung der Grußkartenindustrie und man kann auch so mal der Mutter seines Herzens sagen, dass man sie liebt und ihr für alles dankt. Die Frage ist doch: Macht man das?

Ich mag den Muttertag. Ich verschicke gerne Grußkarten, und freue mich, wenn eines Tages meine Kinder alt genug sind und mir eine schicken. Dieses Jahr beschenke ich mich selbst: mit dem Schokokuchen und mit einem Tag ohne Zweifel. Heute zählt nur, was ich gut mache, und dass ich jeden Tag mein Bestes gebe. Ich werde einen schönen Ausflug mit meinen Sonnenscheinen unternehmen und den besten Schokokuchen der Welt für ein Picknick einpacken. Den habe ich mir verdient. Und Du Dir auch :-).  Und falls Du keine Kinder hast, dann ist dieser Schokokuchen genauso auch für Dich. Und für Deine Mama…

Schokokuchen

Ach ja: der Schokokuchen! Er erhält seine Süße von Bananen, Datteln, Schokolade und etwas mehr als 2 EL Zucker (in „normalem“ Schokokuchen steckt locker mal 250 g!). Uns schmeckt der Kuchen so süß genug. Du kannst aber natürlich noch mehr Zucker zugeben. Er enthält gesundes Fett in Form von Avocado und Ghee, das dem Kuchen zusätzlich eine vollmundige Karamellnote verleiht, die sich auch in den Datteln und im Koksblütenzucker wiederfindet. Dann steckt nur wenig Mehl drin, so dass der Kuchen schön klitschig und saftig bleibt, und nicht trocken wird. Das I-Tüpfelchen ist das Topping aus karamellisierten Nüssen. Es ergänzt den leicht herben Kuchen perfekt um einen süßen Crunch.

Und was wünschst Du Dir oder Deiner Mama zum Muttertag?

 

Schoko Teig

Göttlicher Schokokuchen mit Pecannüssen, Bananen und Avocado

Vorbereitung: ca. 15 Minuten

Backzeit: ca. 50 Minuten bei 180 ° C

Für eine 26er-Springfom

Zutaten:

Für den Kuchen:

50 g Kakaopulver

60 g Cassavamehl

60  g gemahlene Mandeln

1 TL Backpulver

40 g Kokosblütenzucker

Salz

1 Messerspitze gemahlene Vanille oder 1 EL Vanille-Extrakt

5 weiche Medjool-Datteln

100 g Avocado (ca. 1/2)

2 Bananen (je reifer, desto süßer der Kuchen)

100g Ghee

2 Eier

80 g Schokolade

Für die Ganache:

100 g Avocado (ca. 1/2)

170 g Schokolade (70 % Kakaopulver)

100 ml Kokosmilch

Für die karamellisierten Nüsse:

1 EL Ghee

2 EL Rohrohrzucker oder Kokosblütenzucker

100 g Pecannusskerne

1 Prise Fleur de Sel

Schoko roh

So geht’s:

Für den Kuchen:

  1. Ofen auf 180 ° C vorheizen. Backform mit Backpapier auskleiden. Ghee im aufheizenden Ofen schmelzen lassen
  2. Kakao, Cassavamehl, gemahlene Mandeln, Salz und Backpulver in eine Schüssel sieben.
  3. Falls die Datteln zu hart sind, 10 Min. in kochendem Wasser einweichen.
  4. Datteln, Avocado, Bananen, Eier, Zucker und Ghee in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab glatt pürieren.
  5. Trockene, gesiebte Mehlmischung zur Buttermischung geben und klümpchenfrei vermischen.
  6. Schokolade sehr fein hacken und unter den Teig heben, ca. 50 Minuten bei 180° C backen. Der Kuchen ist fertig, wenn bei der Stäbchenprobe kein flüssiger Teig mehr am Stäbchen klebt (kleine Krümel sind okay, dann ist er schön saftig).

Für die karamellisierten Pecannüsse:

  1. Pecannüsse grob hacken. Ghee in einer Pfanne erhitzen. Rohrohrzucker oder Kokosblütenzucker in die Butter rieseln lassen. Pecankerne zugeben und braun karamellisieren.
  2. Karamellisierte Pecankerne auf ein sauberes Backpapier gleiten und abkühlen lassen.

Für die Ganache:

  1. Schokolade grob hacken und in eine Schüssel geben. Kokosmilch aufkochen und über die Schokolade gießen. Stehen lassen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Avocado zugeben und mit dem Pürierstab ganz glatt pürieren.
  2. Abgekühlten Kuchen mit der Ganache einstreichen und mit den karamellisierten Pecankernen dekorieren.

Tipps:

– Der Kuchen schmeckt am Tag nach dem Backen am besten. Am längsten hat er bei uns vier Tage gehalten, da schmeckte er immer noch saftig und lecker.

– Anstatt der Pecannüsse kannst Du auch Walnüsse, Cashews oder Mandeln verwenden. Natürlich ändert sich dadurch ein wenig der Geschmack. Du kannst für mehr Biss im Kuchen zusätzlich auch gehackte Nüsse in den Teig geben.

– Anstatt der Datteln kannst Du auch weiche Trockenpflaumen verwenden.

– Nuss-Allergie? Ersetze die gemahlenen Mandeln durch gemahlene Erdmandeln oder gemahlene Sonnenblumenkerne. Du kannst auch Maronenmehl oder mehr Cassavamehl verwenden. Anstelle der Pecannüsse kannst Du wieder Sonnenblumen- oder Kürbiskerne nehmen, oder auch Kokosraspeln. Auf die karamellisierten Nüsse würde ich nicht verzichten wollen, weil sie das I-Tüpfelchen auf dem Kuchen sind.

– Für eine Primal-Variante kannst Du Butter statt Ghee nehmen. Dann verliert sich jedoch die sensationelle Karamellnote.

Schokokuchen7

9 comments

  1. Als Schokofreak aus Überzeugung, schlichter Abhängigkeit und einfach Freude könnte ich JEDEN Tag einen Grund finden, so einen tollen Kuchen zu backen… Mein Schokogen hüpft schon beim lesen auf und ab

    Allerdings hast du einen Tipp für mich, mit was ich die Avocado ersetzen kann?

    1. Danke Dir, Isabelle:-)
      Versuch mal Apfelmus, gekochte pürierte Süßkartoffel oder eine weitere Banane. Du kannst auch Babygläschen mit Kürbis pur, Karotte pur oder Pastinake pur probieren. Möglicherweise ändert das ein wenig den Geschmack
      Viel Erfolg und liebe Grüße

      1. Hallo Lecker Paleo,

        Vielen lieben Dank für die Tipps, die wandern alle gleich auf die Einkaufsliste!
        Ich freue mich schon auf das nächste Rezept!

  2. Christian Kollitsch

    Wow 🙂
    das nenne ich mal einen Schokoladenkuchen. Wenn er so göttlich schmeckt wie er aussieht…!!? Super Bilder by the way. LG Christian

    1. Danke für das Kompliment, Christian 🙂
      Und ich schwöre, dass er genauso göttlich schmeckt, wie er aussieht ;-). LG zurück, Karine

  3. Ich bin ganz im Glück – ein Schokoladenkuchen. Wird direkt ausprobiert. Danke für alle Deine tollen Rezepte.

    1. Danke, liebe Heather, immer gerne 🙂
      LG, Karine

  4. Nice blog and good pics ! Thanks for sharing

    1. Thank you, Mindy, I appreciate your comment! Currently I’m working on an english version of my blog, so if you are interested in a certain recipe, please let me know 🙂

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